
Die Wirkung von Schachtelhalm beruht auf dem hohen Gehalt an Kieselsäure
(ca. 10 %). Schachtelhalm wird wegen seiner harntreibenden
Wirkung bei Schwellungen
verwendet, nicht jedoch bei Ödemen aufgrund eingeschränkter Herz-
und Nierentätigkeit. Auch zur Durchspülungstherapie bei bakteriellen
und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege
und vorbeugend bei Nierengrieß
wird Schachtelhalm empfohlen. Es sollte dabei viel Flüssigkeit getrunken
werden.
Äußerlich hat Schachtelhalm eine entzündungshemmende
Wirkung bei schlecht heilenden Wunden. Der hohe Kieselsäure-Gehalt führt
auch dazu, daß die Pflanze ein gutes Scheuermittel ist. Daher wird er
auch Zinnkraut genannt.
Innere Anwendung:
2 Teelöffel zerkleinertes Schachtelhalmkraut mit einer Tasse kochendem
Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen, durch ein Teesieb abseihen.
Mehrmals täglich eine Tasse trinken.
Äußerliche Anwendung:
Für einen Umschlag 10 g Droge auf 1 l Wasser geben, 30 Minuten kochen lassen,
abseihen. Umschläge mehrfach täglich erneuern.